Siavash und die Feuerprobe

سیاوش

Siavash, Sohn des Königs Kay Kavus, wuchs bei Rostam auf und wurde ein edler, schöner junger Mann. Seine Stiefmutter Sudabeh verliebte sich in ihn und versuchte, ihn zu verführen. Als er sie zurückwies, beschuldigte sie ihn, er habe sie bedrängt.

Um die Wahrheit zu finden, ließ Kay Kavus zwei riesige Holzberge anzünden. Siavash ritt in weißen Kleidern auf seinem schwarzen Pferd Shabrang mitten durch die Flammen und kam unversehrt heraus. Das Volk jubelte; seine Unschuld war bewiesen.

Später schloss Siavash Frieden mit dem Turanerkönig Afrasiab, doch Kay Kavus verlangte, den Krieg fortzusetzen. Um sein Wort nicht zu brechen, ging Siavash nach Turan, heiratete Afrasiabs Tochter Farangis und gründete eine Stadt. Neid und Lügen von Afrasiabs Bruder Garsivaz führten dazu, dass Afrasiab ihn töten ließ. Nach der Sage wuchs aus seinem Blut eine Pflanze, »Siavashs Blut«. Sein Sohn Kay Khosrow rächte ihn später. Sein unschuldiger Tod wurde zum Sinnbild für Ungerechtigkeit; um ihn wurde in Iran noch lange getrauert (Sug-e Siavash).

Figuren in dieser Geschichte