Bijan und Manijeh

بیژن و منیژه

Der junge Held Bijan zog an die Grenze, um wilde Eber zu jagen, die die Felder verwüsteten. Sein neidischer Begleiter Gorgin lockte ihn danach zu einem Fest in Turan, wo Manijeh, die Tochter Afrasiabs, mit ihren Dienerinnen feierte. Die beiden verliebten sich auf den ersten Blick. Manijeh nahm Bijan heimlich mit in ihren Palast.

Als Afrasiab davon erfuhr, ließ er Bijan in eine tiefe Grube werfen und mit einem gewaltigen Stein verschließen. Manijeh verstieß er; barfuß bettelte sie Brot zusammen und reichte es Bijan durch einen Spalt hinunter.

In Iran blickte König Kay Khosrow in seinen wundersamen Becher, den Jam-e Jam, der die ganze Welt zeigte, und sah Bijan lebend in der Grube. Er schickte Rostam, der als Kaufmann verkleidet nach Turan kam. Manijeh bat ihn um Hilfe, und Rostam versteckte seinen Ring in einem gebratenen Huhn, das sie Bijan brachte. So wusste Bijan, dass Rettung nahte. In der Nacht hob Rostam den Stein, befreite Bijan, und gemeinsam flohen die Liebenden nach Iran.

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