Der Held Sam wartete lange auf einen Sohn. Als er endlich geboren wurde, war das Kind gesund und schön, doch sein Haar war weiß wie das eines alten Mannes. Sam schämte sich vor den Leuten und glaubte, das Kind sei ein Werk der Dämonen. Er ließ den Säugling am Fuß des Elburs-Gebirges aussetzen.
Dort fand ihn der Simorgh, ein riesiger, weiser Vogel, der auf dem Gipfel nistete. Statt ihn als Futter für seine Jungen zu nehmen, hatte der Simorgh Mitleid und zog ihn mit seinen eigenen Küken auf. Der Junge wuchs zu einem starken, klugen jungen Mann heran. Karawanen, die am Berg vorbeizogen, erzählten von ihm.
Jahre später sah Sam im Traum, wie ein Bote ihm Vorwürfe machte: Wie konnte er sein eigenes Kind verstoßen? Reumütig zog er zum Elburs und bat um Vergebung. Der Simorgh brachte den Jungen zu ihm herab und gab ihm zum Abschied einige seiner Federn: In der Not solle er eine davon verbrennen, dann werde der Simorgh sofort kommen. Sam nannte seinen Sohn Zal, den Weißhaarigen. Die Federn retteten später mehr als einmal die Familie, auch Rostam, Zals Sohn.